Unwissen – Unglauben – Unwahrheiten

 

Gesundheit

Ein fataler Lügner

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2005-10-12, 11:30 [Wednesday]

… Impfgegner Lanka bei der taz …

Stefan Lanka: Eitler Gockel ohne Substanz
Stefan Lanka: Eitler Gockel ohne Substanz
Der Medizinanalyst ∴Stefan Lanka zweifelt an der Existenz des Vogelgrippe-Virus, denn der sei bisher nicht direkt nachweisbar. Der Virologe hält auch nichts von Impfungen.

taz: Herr Lanka, Sie sind ein vehementer Kritiker der Virus-Hypothese bei der Vogelgrippe. Wieso?

Stefan Lanka: Bis heute ist das behauptete Virus isoliert und nicht fotografiert worden. Die Gretchenfrage lautet: Auf welche konkreten Publikationen berufen sich die verantwortlichen Wissenschaftler? Wurde das Virus isoliert und charakterisiert – und wo ist das dokumentiert? Doch so eine Publikation gibt es überprüfbar nicht.

Virologen etwa vom Friedrich-Loeffler-Institut für Tierschutz sagen, das Virus sei durch elektronenmikroskopische Untersuchungen nachweisbar.

Das ist eine fatale Lüge mit dramatischen Folgen.

[Anm. d. R. ... und das ist nichts weiter als eine unsubstantiierte Behauptung]

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Die üblen Beleidigungen des Herrn Lanka

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2005-06-17, 21:28 [Friday]

… Schimpfender Lanka vor Gericht …

Stefan Lanka - ein Leben im Wahngefängnis
Stefan Lanka - ein Leben im Wahngefängnis
Rosenheim/Landkreis – Es hätte die große Show des Dr. ∴Stefan Lanka aus Stuttgart werden sollen. Es wurde aber der Nachmittag von Richter Herbert Schäfert aus Rosenheim. Bei der dreieinhalbstündigen Verhandlung vor dem hiesigen Amtsgericht in Sachen “Bundesrepublik Deutschland gegen Dr. Stefan Lanka” ließ sich der souveräne Amtsrichter nicht eine Sekunde aus der Reserve locken.

Obwohl der 42-jährige Angeklagte während der gesamten Verhandlung versuchte, den Gerichtssaal als Bühne für seine Anti-Impf-Kampagne zu nutzen, verlor Schäfert nie die Ruhe und konterte alle verbalen Attacken mit bajuwarischer Gelassenheit. Er verurteilte den Angeklagten schließlich zu 900 Euro Geldstrafe. Stefan Lanka hatte vor gut zweieinhalb Jahren bei einem anderen Prozess das Gericht übelst beschimpft.

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Tierischer Tod

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2004-09-24, 16:33 [Friday]

… wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird …

Foto: Heribert Weber
an Tollwut verstorben
Jener 23-jährige Steirer, der in Marokko von einem tollwütigen Hund gebissen worden ist, ist der schrecklichen Krankheit erlegen. Nick Ullmann aus Judendorf ist am Donnerstagnachmittag in der Uniklinik in Graz gestorben.

Thomas Bieber vom Landeskrankenhaus erzählte Krone.at: “Wir haben alles versucht.” Dennoch habe man seit der Diagnose der entsetzlichen Krankheit davon ausgehen müssen, dass der 23-Jährige nicht überlebt. Der Befall des Gehirns sei zu weit fortgeschritten gewesen, am Donnerstag sei der Hirntod eingetreten.

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Vater stirbt an Kinderkrankheit

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2003-10-24, 22:08 [Friday]

… nachdem er sich bei seiner 5-jährigen Tochter ansteckte …

Nachdem ein 5-jähriges Mädchen an Windpocken erkrankt war, erkrankten nach Ablauf der Inkubationszeit auch der 37-jährige Vater und ein 3-jähriges Geschwisterkind. Der Vater war nach Angaben der Familie bisher nicht an Windpocken erkrankt. In seiner Anamnese waren keine chronischen Erkrankungen oder Einschränkungen der Funktion des Immunsystems bekannt. Die Erkrankung begann mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl und ersten typischen Effloreszenzen. An den folgenden beiden Tagen traten bei allgemeiner Abgeschlagenheit „einschießende Schmerzen“ hinter dem rechten Ohr und abdominelle Beschwerden hinzu.

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Fatale Verläufe von Grippeerkrankungen

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1997-06-27, 00:00 [Friday]

… wenn Kinder Urlaub machen …

Im Februar des Jahres sind im Zeitraum einer erhöhten Influenza-Aktivität im direkten Zusammenhang mit Gruppenfahrten zum Skiurlaub nach Österreich unabhängig voneinander zwei tödliche Influenza-Erkrankungen bei einem 7jährigen Jungen aus Baden-Württemberg Influenza B) und bei einem 13jährigen Mädchen aus Bayern (Influenza A) aufgetreten. Beide Erkrankungsfälle und ihr Umfeld wurden sorgfältig epidemiologisch nachuntersucht. Nachfolgend eine Zusammenfassung der Ergebnisse dieser Untersuchungen:

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11-jähriges Grippeopfer

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1997-02-25, 00:00 [Tuesday]

… tödlich verlaufende Influenza-B-Infektion …

Am 17.01.1997 nahm ein 11jähriges Mädchen thailändischer Herkunft am Schwimmunterricht im Rahmen des Schulsports teil. Das Mädchen hatte zuvor über Halsschmerzen geklagt. Während des Schwimmens verließen es die Kräfte, so daß es aus dem Wasser gezogen werden mußte. Am 19.01.1997 (Sonntag) wurde das Kind einem diensthabenden Arzt vorgestellt und von diesem unter der Diagnose “Virusinfekt” behandelt, offensichtlich ohne daß es Hinweise auf einen zu erwartenden ernsten Verlauf gab. Am folgenden Tage wurde das Mädchen moribund in die Praxis des Hausarztes gebracht. Dieser stellte eine Pneumonie fest und rief sofort den Notarzt. Bereits 10 Minuten nach der Einlieferung in eine nahegelegene Kinderklinik starb das Mädchen. Einstündige Reanimationsversuche blieben erfolglos.

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Tödliches Mitbringsel aus Russland

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1997-01-14, 00:00 [Tuesday]

… Finne stirbt an Diphtherie

In Finnland erkrankte im September 1996 ein 46jähriger Mann nach der Rückkehr von einem Eintagesausflug in die Russische Förderation – nach Wyborg im Gebiet Leningrad – an einer Diphtherie. Die Erkrankung begann am 25.09.1996 mit Halsbeschwerden, die bis zum 28.09. stark zunahmen und zur Behandlung in einer HNO-Klinik führten. Zu diesem Zeitpunkt wurde eine Infektion durch Streptokokken der Gruppe G angenommen. Membranen, die einen klinischen Verdacht auf Diphtherie nahegelegt hätten, waren nicht vorhanden. Am 29.09. wurde eine Tonsillektomie vorgenommen. Der weitere Krankheitsverlauf bis zum 30.09. führte dann zur Diagnose einer toxischen Diphtherie (ausgeprägte peritonsiläre Ödeme, Benommenheit, Bradykarie, Oligurie). Gleichzeitig wurde aus einem Rachenabstrich vom 29.09. ein toxinbildender Corynebacterium-diphtheriae-Stamm, Typ gravis, angezüchtet. Daraufhin erfolgte die Gabe von Diphtherieantitoxin. Die Behandlung mußte auf einer Intensivstation fortgesetzt werden; dort starb der Patient am 12. Oktober an Herzversagen.

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Lohn der Angst

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1973-11-05, 09:40 [Monday]

… Eine schon überwunden geglaubte Krankheit breitet sich in den westlichen Industrieländern wieder aus: die Kinderlähmung …

Hinten, weit in der Türkei, wo Jahr für Jahr mehr als 2.000 Kinder an der tückischen Lähmung erkranken, war Nebil Kürzü* angesteckt worden. In Gelsenkirchen kam er ins Krankenhaus. Die Diagnose bot keine Schwierigkeiten: Kinderlähmung (Poliomyelitis). Das einjährige Gastarbeiterkind kann seine Glieder nicht mehr bewegen. Ob es je laufen lernt, ist noch ungewiß.

Nebil ist das sechzehnte Opfer, das die Polio im volkreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen bislang in diesem Jahr forderte. Es soll, geht es nach dem “Ausschuß Seuchenhygiene der leitenden Medizinalbeamten”, womöglich das letzte sein: Am 12. November beginnt in der ganzen Bundesrepublik eine koordinierte Schluckimpfungsaktion. Ihr Ziel: die in den letzten Jahren entstandenen gefährlichen “Polio-Impflücken” wieder zu schließen.

Durch diese Lücken drängt immer häufiger ein Krankheitskeim, den die Seuchenärzte so fürchten wie sonst nur die Erreger von Pocken. Pest und Cholera: das Poliomyelitis-Virus.

Wer an Polio erkrankt, ist meist lebenslang durch verkümmerte Muskeln oder Lähmungen gehandikapt. In schweren Fällen bleiben die Patienten für immer an Krücken oder den Rollstuhl gefesselt (wie einst Franklin Delano Roosevelt) oder gar — bei Versagen ihres Atemzentrums — auf die “Eiserne Lunge” angewiesen, einen “Sarg aus Glas und Stahl”. wie ein Betroffener das künstliche Beatmungsgerät einmal nannte.

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Virenflug und Todesopfer

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1970-09-02, 09:26 [Wednesday]

… Ausbreitung einer Pockeninfektion in windeseile …

Nordrhein-Westfalens oberster Seuchenbekämpfer, Ministerialrat Dr. Josef Posch, glaubte, es geschafft zu haben: “Wir haben die Pocken im Griff, nach menschlichem Ermessen sind alle Kontaktpersonen isoliert.” Als am Dienstag letzter Woche, 19 Tage nach Ausbruch der Pocken im St.-Walburga-Krankenhaus zu Meschede, Beauftragte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die sauerländische Pockenfront inspizierten, schien die Lage klar:

Alle Pockenkranken — zwei waren inzwischen gestorben — waren im Krankenhaus zu Wimbern (Kreis Iserlohn) isoliert, rund 250 Kontaktpersonen in neun behelfsmäßigen Quarantänestationen untergebracht. In den vier zum Pockensperrgebiet erklärten Landkreisen Arnsberg, Warstein, Lippstadt, Wiedenbrück hatten sich bereits 15 000 Einwohner impfen lassen, und tags darauf lief im Sperrgebiet eine Massenimpfaktion für 100 000 an. Beeindruckt lobten die WHO-Beauftragten das Organisationstalent der deutschen Seuchenbekämpfer als “mustergültig” und “optimal”.

Es waren in der Tat eher Nachlässigkeiten einzelner, welche die Pockenverbreitung ermöglichten, nicht ein Versagen des Schutzsystems. Die erste Panne geschah am 30. Dezember, als ein Grenzschutzbeamter auf dem Frankfurter Rhein-Main-Flughafen den 20jährigen Bernd Klein aus Meschede, der von einer Reise aus dem Orient zurückkehrte, anstandslos passieren ließ, obwohl in Kleins Impfpaß die offizielle Pocken-Impfbescheinigung fehlte. Seuchenbekämpfer Posch: “Hätte der Beamte aufgepaßt, wäre Klein sofort in Quarantäne gekommen.”

Klein kam, am 11. Januar, in Quarantäne: wegen Typhusverdachts. Er wurde in die Mescheder Klinik zu den Grippekranken in der Isolierstation im Haus Rochus gelegt. Erst nach vier Tagen korrigierten die Ärzte ihren Irrtum und gaben Pocken-Alarm.

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160 tote Kinder jährlich

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1965-06-16, 08:33 [Wednesday]

… warum die neue Schutzimpfung so wichtig ist …

“Die meisten Eltern”, klagt die amerikanische Gesundheitsbehörde, “glauben noch immer, daß die Krankheit, nicht besonders ernst zu nehmen sei und daß sie einfach dazugehöre, wenn Kinder groß werden – wie schmutzige Finger oder aufgeschlagene Knie.” Beide Ansichten indes seien falsch: Masern, die häufigste und ansteckendste Kinderkrankheit, sind nicht harmlos, und sie sind nicht länger unausweichlich.

Erst während der letzten Jahre haben umfängliche britische und amerikanische Studien aufgedeckt, daß bei der fiebrigen Kinderkrankheit, wie jüngst das Fachblatt “British Medical Journal” berichtete, “ernste Komplikationen weit häufiger sind, als allgemein angenommen wird”.

Mitunter kann die als gefahrlos verkannte Krankheit sogar zum Tode führen. Allein in der Bundesrepublik starben, wie unlängst der Frankfurter Medizin-Professor Otto Bonin ermittelte, von 1952 bis 1959 alljährlich im Durchschnitt 160 Kinder und Jugendliche an Masern — ebenso viele, wie damals (also noch vor Beginn der Reihen-Impfungen gegen diese Krankheit) an Kinderlähmung (Polio) starben.

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