Schicksale
2005-05-22, 14:49 [Sunday]
… einzigartiger Fallbericht aus den USA …
Fledermäuse als Infektionsquelle
Tollwut ist eine virale Erkrankung des Zentralnervensystems, die nach Ausbruch der klinischen Krankheitszeichen zum Tod führt. Der Erreger ist das Rabiesvirus, Genus Lyssavirus, aus der Familie der Rhabdoviridae. In der wissenschaftlichen Literatur wurden bisher nur fünf Fälle beschrieben, in denen es nach einer klinisch manifesten Tollwutinfektion zum Überleben der Betroffenen kam. Vier dieser Personen hatten vor dem Ausbruch der Erkrankung bereits eine Postexpositionsprophylaxe (PEP) als kombinierte Wutschutzbehandlung erhalten, ein Erkrankter war geimpft worden. Nach überstandener Erkrankung blieben bei vier Personen neurologische Defizite zurück.
Aus den USA wurde nun kürzlich die Erkrankung eines 15-jährigen Mädchens ohne Todesfolge bekannt. Das Mädchen hatte weder eine PEP erhalten, noch war es geimpft worden. Da es sich um den ersten dokumentierten Fall eines Überlebens nach klinisch manifester Tollwutinfektion handelt, wird nachfolgend der Verlauf dieser Infektion beschrieben:
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Tags: Infektionskrankheiten, PEP, Tollwut
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2005-04-01, 21:25 [Friday]
… wenn Kinderkrankheiten nicht harmlos verlaufen …
Bis zum 29.03.2005 wurden im Rahmen des Masernausbruchs in Hessen insgesamt 173 Fälle von Masernerkrankungen überwiegend bei Kindern, aber auch bei Jugendlichen und Erwachsenen gemeldet. Von 166 Erkrankten konnte der Impfstatus in Erfahrung gebracht werden. 161 (97%) waren nicht geimpft. Von den insgesamt 173 Fällen mußten 20 Erkrankte wegen Komplikationen oder schwerer Verläufe stationär behandelt werden (11,5%). 5 (3%) Patienten mit bekanntem Impfstatus erkrankten trotz vorheriger
Immunisierung.
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Tags: Impfinformation, Infektionskrankheiten, Masern
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2004-12-27, 22:29 [Monday]
… …
Eine 1950 geborene Frau erlitt in Folge einer 1951 durchgeführten Pockenimpfung einen Gesundheitsschaden. Im März 1988 beantragte sie beim Land Rheinland-Pfalz Impfschadensversorgung, die ihr für die Zeit vom 01.03.1988 an nach einer Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) um 100 v. H. gewährt wurde. Das auf Versorgung von einem früheren Zeitpunkt an gerichtete Begehren blieb in den Vorinstanzen erfolglos. Zwischenzeitlich ist in einem Zivilprozess wegen Amtspflichtverletzung rechtskräftig festgestellt worden, dass das Land Rheinland-Pfalz verpflichtet ist, der Frau sämtlichen Schaden zu ersetzen, der ihr dadurch entstanden ist bzw. noch entsteht, dass ihr keine Entschädigungsleistungen nach dem Bundesseuchengesetz (BSeuchG) sowie nach dem allgemeinen Aufopferungsanspruch bzgl. des am 04.06.1951 eingetretenen Pockenimpfschadens für die Zeit bis einschließlich Februar 1988 gewährt worden sind, soweit die Schäden nicht von einem etwaigen sozialrechtlichen Herstellungsanspruch nach dem BSeuchG in Verbindung mit dem Bundesversorgungsgesetz (BVG) erfasst sind.
Mit ihrer Revision gegen das Urteil des LSG Rheinland-Pfalz machte die Frau geltend, ihr stehe im Wege eines sozialrechtlichen Herstellungsanspruchs Versorgung seit dem 01.01.1984 zu. Ihre späte Antragstellung beruhe darauf, dass amtliche Stellen des Landes Rheinland-Pfalz ihre Auskunfts- und Beratungspflichten verletzt hätten.
Die Revision der Frau ist nach dem Urteil des BSG vom 16.12.2004 – B 9 VJ 2/03 R – erfolgreich gewesen. Nachdem die Beteiligten in der mündlichen Verhandlung vor dem Senat – entsprechend dem Ergebnis des Zivilprozesses – die für einen sozialrechtlichen Herstellungsanspruch bedeutsamen Tatsachen unstreitig gestellt hatten, ist der Frau auch für die Zeit von Januar 1984 bis Februar 1988 Beschädigtengrundrente nach einer MdE um 100 v. H. und Berufsschadensausgleich zugesprochen worden.
Quelle: DER BETRIEB, 27.12.2004
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Tags: Entschädigung, Impfschaden, Pocken, Schutzimpfung
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2004-09-24, 16:33 [Friday]
… wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird …
Jener 23-jährige Steirer, der in Marokko von einem tollwütigen Hund gebissen worden ist, ist der schrecklichen Krankheit erlegen. Nick Ullmann aus Judendorf ist am Donnerstagnachmittag in der Uniklinik in Graz gestorben.
Thomas Bieber vom Landeskrankenhaus erzählte Krone.at: “Wir haben alles versucht.” Dennoch habe man seit der Diagnose der entsetzlichen Krankheit davon ausgehen müssen, dass der 23-Jährige nicht überlebt. Der Befall des Gehirns sei zu weit fortgeschritten gewesen, am Donnerstag sei der Hirntod eingetreten.
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Tags: Impfen, Infektionskrankheiten, Tollwut
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2003-10-24, 22:08 [Friday]
… nachdem er sich bei seiner 5-jährigen Tochter ansteckte …
Nachdem ein 5-jähriges Mädchen an Windpocken erkrankt war, erkrankten nach Ablauf der Inkubationszeit auch der 37-jährige Vater und ein 3-jähriges Geschwisterkind. Der Vater war nach Angaben der Familie bisher nicht an Windpocken erkrankt. In seiner Anamnese waren keine chronischen Erkrankungen oder Einschränkungen der Funktion des Immunsystems bekannt. Die Erkrankung begann mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl und ersten typischen Effloreszenzen. An den folgenden beiden Tagen traten bei allgemeiner Abgeschlagenheit „einschießende Schmerzen“ hinter dem rechten Ohr und abdominelle Beschwerden hinzu.
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Tags: Impfkritik, Impfung, Windpocken
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2001-03-02, 19:26 [Friday]
… freuen sich die, die nicht zum Sterben verdammt …
Zwei junge Männer hatten am Ende des Jahres 2000 mit dem Auto eine Reise durch mehrere asiatische Länder (Türkei, Iran, Pakistan, Indien und Nepal) unternommen. Sofort nach ihrer Heimkehr am 25.01.2001 stellten sie sich in ihrem Wohnort in der Ambulanz einer Klinik für Infektions- und Tropenkrankheiten vor. Anlass war, dass ein Hund, den sie am 22.12.2000 im Alter von ca. 2 Monaten in Nepal erworben hatten, einen der Männer gebissen hatte.
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Tags: Gesundheit, Impfen, Impfinformation, Infektionskrankheiten, Medizin, Tollwut
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1999-11-05, 00:00 [Friday]
… 13-jährige wird nicht vollständig genesen …
Ein 13-jähriges Mädchen wurde am 11. März 1999 mit hohem Fieber, zunehmender Apathie und einer kurzzeitigen Sehstörung auf dem rechten Auge in einer Universitätskinderklinik in Baden-Württemberg vorgestellt. Wenige Tage zuvor hatte sie über einen allgemeinen Infekt mit Husten, Augenschmerzen und Abgeschlagenheit, jedoch ohne Fieber geklagt. Der Hausarzt hatte ein hustenlösendes Medikament verschrieben. Das am nächsten Tag auftretende Exanthem im Bereich des Kopfes und der oberen Extremitäten wurde als allergische Reaktion auf Acetylcystein gewertet.
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Tags: Impfinformation, Masern, RKI
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1999-03-26, 00:00 [Friday]
… in Abweichung von den Empfehlungen der STIKO …
Ein am 2.1.1998 in Deutschland geborenes Kind einer aus dem Libanon stammenden Familie (Asylbewerber) erkrankte am 19. September 1998 akut mit Fieber (bis 39 °C), einem Racheninfekt und Schnupfen. Eine schlaffe Lähmung des rechten Beines, die am 22.9. auftrat, führte nach der Vorstellung in der Rettungsstelle am 23.9. zur Einweisung die Kinderabteilung des örtlichen Krankenhauses. Bei der Aufnahme befand sich das rechte Bein in Abduktionsstellung und war ohne eigene Beweglichkeit.
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Tags: Gesundheit, Impfen, Impfschaden, Kinderlähmung, Poliomyelitis, VAPP
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1999-02-26, 00:00 [Friday]
… Fataler Verlauf einer Influenza-Erkrankung einer jungen Frau …
Am 10.1.99 kam es in Sachsen zum tödlichen Ausgang der Influenza-Erkrankung einer 20jährigen Zahnarzthelferin. Die junge Frau wurde am Donnerstag, dem 7.1.99, von ihrem Arbeitgeber wegen akuter Krankheitserscheinungen nach Hause geschickt und suchte noch am gleichen Tag ihre Hausärztin auf. Es waren Schweißausbrüche, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen zu beobachten. Die klinische Untersuchung ergab einen sehr niedrigen Blutdruck (90/65 mm Hg, bei Kontrolle 100/70 mm Hg), Rachenring und Tonsillen gerötet, Rachenhinterwand verschleimt, kein Fieber, keine ›Schleim-Eiter-Straße‹, keine Beläge, Herz und Lunge physikalisch unauffällig.
Diagnosen: Akute Pharyngotracheitis, Virusinfektion, chronische venöse Insuffizienz.
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Tags: Grippe, Impfen, Influenza, Medizin
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1998-09-18, 00:00 [Friday]
… Säugling erkrankte an Botulismus; Tee wurde mit Honig gesüßt …
Die Eltern dachten vermutlich, sie würden ihrem Kind etwas gutes Tun, indem sie ihm keinen raffinierten Zucker im Teegetränk anboten, doch ist Honig für Säuglinge extrem gefährlich. Auch nach 4-monatigem Krankenhausaufenthalt ist das Kind noch nicht genesen.
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Tags: Gesundheit, Medizin
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