Unwissen – Unglauben – Unwahrheiten

 

Siegreiche Scientologen in der Hauptstadt

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2009-03-03, 00:40 [Tuesday]

… nur der Senat für Bildung darf vor Scientology warnen …

Eingangshalle der Kirche der Scientologen in Berlin
Eingangshalle der Kirche der Scientologen in Berlin
Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf hatte am 21. Januar 2009 vor der Deutschlandzentrale der umstrittenen Organisation Scientology in der Otto-Suhr-Allee ein Warnplakat an einer Litfaßsäule aufstellen lassen. Darauf war ein großes Stopschild abgebildet, unter welchem man lesen konnte: „Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Charlottenburg-Wilmersdorf erkennt in dem verstärkten Engagement von Scientology im Bezirk eine mögliche Gefährdung für die demokratische Gesellschaft und die Ausübung individueller Freiheitsrechte.“ Weiter hieß es, die „BVV spricht sich gegen die Aktivitäten der Scientology-Sekte im Bezirk und in Berlin aus und erwartet von den dafür zuständigen Stellen in Berlin, dass die Scientology-Sekte in der kommenden Zeit aufmerksam und kritisch beobachtet wird, gewonnene Erkenntnisse transparent gemacht werden und gegebenenfalls gegen sie eingeschritten wird“.

Scientology war natürlich nicht sonderlich begeistert von einer solchen Warnung an die Passanten, welche an der dortigen Bushaltestelle warteten und sich so hervorragend als Versuchskaninchen für die Missionierungsversuche junger Scientologen eigneten. Der Verein reichte prompt einen Eilantrag auf Unterlassung bei der Berliner Gerichtsbarkeit ein. Diesem Eilantrag wurde am 27.02.2009 teilweise stattgegeben.

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Dummenfang in Berlin

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2009-02-22, 23:37 [Sunday]

… und die Hauptstädter erscheinen gleichgültig …

Anonymous - mach mit!
Anonymous - mach mit!
Möglicherweise liegt das natürlich daran, daß Hausierern in Berlin grundsätzlich mit Gleichgültigkeit begegnet wird. Irgendjemand versucht alle naselang einem einen Flyer überzuhelfen oder einem irgendwelche Gelder abzuluchsen. Auch eine Unterschrift im Austausch für Mitgliedschaften bei militanten Tierschutzorganisationen oder Abonnements der Druckerzeugnisse penetranter Zeitungsverlagen wird gerne abgefordert.

Aber Berliner lieben Bücherstände, man sieht Bücherstände vor Antiquariaten und Second-Hand-Läden, vor den Universitäten und auf Trödelmärkten … wer kann da schon vorbeigehen ohne einen Blick zu riskieren.

Diese Reflexreaktion der Bürger macht sich Scientology zu nutze. So bauen sie an neuralgischen Stadtpunkten ihre Tapeziertische auf, stellen ihre Bücher des Gründers auf und drapieren mittig eine wundersame Apparatur, welche einem Auskunft über den Streßlevel eines potentiellen Sektenmitgliedes geben wird – kostenfrei natürlich, obwohl “umsonst” da ja das passendere Attribut wär’. Bei Freibier schaltet ja leider oft das Hirn der Menschen in den Ruhezustand. Wenn es also irgendwo etwas kostenlos gibt, selbst wenn es unsinnige, absolut nichtssagende Psychotests sind, welche einzig und allein die Hirnwäsche eines halbwegs intelligenten Menschen zum Ziel haben, dann greift die derzeitige “Geiz ist geil”/”ich bin doch nicht blöd”-Mentalität.

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