… und die Hauptstädter erscheinen gleichgültig …
Anonymous - mach mit!
Möglicherweise liegt das natürlich daran, daß Hausierern in Berlin grundsätzlich mit Gleichgültigkeit begegnet wird. Irgendjemand versucht alle naselang einem einen Flyer überzuhelfen oder einem irgendwelche Gelder abzuluchsen. Auch eine Unterschrift im Austausch für Mitgliedschaften bei militanten Tierschutzorganisationen oder Abonnements der Druckerzeugnisse penetranter Zeitungsverlagen wird gerne abgefordert.
Aber Berliner lieben Bücherstände, man sieht Bücherstände vor Antiquariaten und Second-Hand-Läden, vor den Universitäten und auf Trödelmärkten … wer kann da schon vorbeigehen ohne einen Blick zu riskieren.
Diese Reflexreaktion der Bürger macht sich Scientology zu nutze. So bauen sie an neuralgischen Stadtpunkten ihre Tapeziertische auf, stellen ihre Bücher des Gründers auf und drapieren mittig eine wundersame Apparatur, welche einem Auskunft über den Streßlevel eines potentiellen Sektenmitgliedes geben wird – kostenfrei natürlich, obwohl “umsonst” da ja das passendere Attribut wär’. Bei Freibier schaltet ja leider oft das Hirn der Menschen in den Ruhezustand. Wenn es also irgendwo etwas kostenlos gibt, selbst wenn es unsinnige, absolut nichtssagende Psychotests sind, welche einzig und allein die Hirnwäsche eines halbwegs intelligenten Menschen zum Ziel haben, dann greift die derzeitige “Geiz ist geil”/”ich bin doch nicht blöd”-Mentalität.
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